Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner

Heute ist es mir, Conny Dürnberger, ein Anliegen aus gegebenem Anlass über das Helfen zu schreiben. Wir Gsundpudlerinnen haben am Montag Abend Mürbteigsterne mit Marmelade bestrichen und in Schokolade getunkt. Alles für den guten Zweck. Dazu haben wir mit dem Organisator und Kumplgut Chef Florian Aichhorn über uns und gsundpudeln geplaudert. Am 16.November werden 1000 kg Kekse am Kumplgut in Wels beim Kekserlmarkt mit vielen Attraktionen verkauft, um den Hof zu erhalten. Das Kumplgut ist ein Erlebnishof für schwerkranke Kinder und ihre Familie. Danke, dass wir ein Teil der tollen Aktion sein dürfen.

gsundpudeln beim “Let´s talk about Keks, baby” – Talk

Kommen wir nun zur Interpretation des Begriffes HELFEN.

Helfen bedeutet: Etwas für andere tun. Dem anderen etwas Gutes tun. Soll ich nun zuerst jemand anderem helfen oder zuerst mir selbst ? Was meinst du?
Hier gibt es 2 Kategorien von Menschen. Diejenigen, die sofort zur Stelle eilen oder wie selbstverständlich bereitstehen. Die, die immer verfügbar sind und keine Mühe scheuen.
Und dann gibt es all jene, die sich nicht als erste bücken, wenn etwas auf den Boden fällt. Die fragen, ob auch andere Zeit haben um einzuspringen, für die es einfach nicht selbstverständlich ist, anderen einen Gefallen zu tun. Die, die Nein sagen.

Das sind natürlich 2 Extreme. Die Menschen der oben genannten zweiten Kategorie waren für mich immer Egoisten. Unnahbar und einfach unsozial, dachte ich.

Doch da gibt es noch eine Kategorie, der wir alle angehören sollen. Das ist nämlich die 3., und damit die gesunde Variante. Die, die Nein sagen, wenn es einem selber nicht gut tut, sondern eher schadet. Die, die ja sagen, wenn es von Herzen kommt.

#aufopferungsmodus

Persönlicher Rückblick: Machst du dies noch, machst du das noch? Ich: JA. Hast du noch Zeit für das: JA. Holst du mir das? JA. Ich war ein JA Sager, eine “ich will es allen recht machen” Verzweifelte. Warum? Weil ich dachte, dass es mir zu Gute kommt. Ich dachte, dadurch, dass ich ein “guter Mensch” bin, kommt mir das auch zugute. Aber ich habe mir zum Teil damit geschadet. Habe meine Grenzen nicht anerkannt und einfach weitergemacht.
“Aber das gehört sich doch so. Ich schaff das schon. Ist ja nicht mehr viel. Komm schon, stell dich nicht so an. Willst du nun was erreichen dann streng dich noch mehr an. Ohne Überfleiß kein Preis” – das waren die Glaubenssätze, die mich begleiteten. Dass mir das Aufopfern schadet, musste ich erst erfahren um etwas zu ändern.

So begegnete ich der Selbstliebe. Und freundete mich mit der Eigenverantwortung an. Und konnte mich aus meiner selbst angelegten Opferrolle befreien.

#erkenntis

Heute weiß ich, es war nichts anderes und niemand anderer schuld, außer ich selbst. Also such nicht nach Schuldigen. Nicht die Firma, nicht dein Partner, nicht deine Familienmitglieder oder Freunde sind schuld. Das bist einzig und alleine DU. Denn du bist frei in deiner Entscheidung und du hast immer die Wahl.
Steig aus aus der Opferrolle und nimm dein Leben in die Hand. Lerne Nein zu sagen, wenn es nicht passt, lege dir ein dickeres Fell zu und verwöhne dich selbst. Fange jetzt damit an dir deine eigene Welt zu erschaffen. Es ist NIE zu spät.
Und erst wenn du soweit bist, kannst du auch gesund helfen.

#helpinghands

Helfen ist so wichtig. Helfen tut so gut. Aber man sollte auf sich nicht vergessen. In meinen Coachings begegne ich immer wieder, vor allem Frauen, die so dankbar sind, wenn ich ihnen mitteile, dass ein NEIN legitim ist. Und ein Nein zu anderen ein JA zu dir selber ist. Und ein Abgrenzen oftmals nötig ist.
Wer ein “Helfersyndrom” hat, was für mich ein positiv besetzter Begriff ist, weil es sich hierbei um Menschen mit Mitgefühl handelt, darf und soll dieses auch ausleben.
Ich habe jahrelang Charitys organisiert. Da mir seit ich eine eigene Familie habe, die nötige Zeit fehlt, versuche ich jedes Jahr eine Charity zu unterstützen. Dieses Jahr waren wir als gsundpudeln beim Kekskerl – Talk im Kumplgut. Es war ein sehr emotionaler Talk. Denn die Schicksale der Menschen berühren einen tief. Dennoch ist es schön zu wissen, dass wir Gsundpudlerinnen helfen konnte.
Seit vielen Jahren ist Weihnachten im Schuhkarton unser familiärer Beitrag um zu helfen. Wir sind beim Linzer Tierschutzverein und ich bin auch im Alltag achtsam indem ich mich zb.: bücke, wenn jemandem etwas runterfällt oder agiere, wenn einer älteren Dame ihr Einkauf zu schwer ist. Miteinander und Füreinander.
Das wünsche ich mir: Mehr Liebe und vor allem mehr gesunde Selbstliebe. Miteinander und Füreinander. Mehr Menschlichkeit.