Kohlenhydrate sind böse? SICHER NICHT!

Kohlenhydrate sind böse? SICHER NICHT!

Die so beliebten, leckeren Energielieferanten sind einer Verallgemeinerung zum Opfer gefallen. Denn eines ist klar, wir lieben Kohlenhydrate. Und im Wesentlichen sind diese meisten auch, wenn auch nicht alle, wichtige Energielieferanten.

Wie immer im Leben geht es auch bei Kohlenhydraten um die Balance und vor allem um die Ausgewogenheit. Hart formuliert – Kohlenhydrate können zum Problem werden – und zwar: schlichtweg nur dann, wenn man zu viel davon isst. Genauso ist es auch mit Fetten oder Eiweiß.

Klar – es ist oft nicht leicht in dieser „Hekotmatik“ – Welt. Wir werden ja ständig auch im außen, immer und überall, oft unbewusst, mit Essen beispielsweise in Form von Werbung konfrontiert. Und der Mensch ist schwach. Und ein faules Gewohnheitstier. Außer er nutzt alle Kapazitäten, die ihm unter der Schädeldecke zur Verfügung stehen. Aus Liebe zu sich selbst.

Werbung wirkt…leider

Was heißt schon „Mars macht mobil“ ??? Eine Mega – Zuckerbombe, die nur eines vorhat – den kurzfristigen Glücksindex (dabei geht es um den genau berechnete Glückindikator, dem Wert, wo das Produkt am allerbesten schmeckt, die Zufriendenheit und Wohlbehagen im Gehirn auslöst, für Befriedigung und Entspannung und in Folge „süchtig“ macht) in deinem Gehirn aktivieren und dich „süchtig“ machen…Noch mehr, noch mehr schreit dein Belohnungssystem….denn diese Produkte/der Glücksindex machen eines: kurzfristig happy und dann noch mehr Lust auf noch mehr Zuckerbomben oder auch Sauerbomben. Das Phänomen ist immer das gleiche: Schon nach kurzer Zeit, will man diesen wieder aufwallenden Gusto wieder befriedigen, dafür verantwortlich: der Blutzucker – und der fährt ungewollt, weil ungesund – bei dieser Art der Nahrung ständig Achterbahn.

Noch eine bekannte Werbung: Ein weltweiter Verkaufsschlager, perfektes Marketing! Gratulation!

Ein Drink, der vollbeladen mit Zucker, der Flügel verleihen soll, und im Endeffekt „süchtig“ macht, soll fit machen und zu mehr Konzentration verhelfen???

(Übrigens: 27 g Zucker pro Dose das entspricht 8 Würfelzucker und damit der Hälft der Menge die man empfohlener Weise höchsten pro Tag konsumieren soll um gesund zu bleiben. Ob ich meinen Zuckerkonsum Herrn M. opfere, sei dahingestellt).

Es gäbe noch unzählige Slogans und Produkte, aber das soll in einem anderen Blogartikel seinen Platz erhalten.

Leider glauben viele Menschen diesen Werbeschwachsinn einfach und bekämpfen Mittagstiefs oder generelle Leistungstiefs und Müdigkeit immer wieder mit diesen „bösen“ Produkten. Sie sind zu faul oder denken einfach nicht darüber nach. Denn, wäre es eine vernünftige bewusste Entscheidung, mit Know-How – dann muss man eigentlich die Finger davon lassen, oder?

Natürlich gibt es nichts einzuwenden gegen ein Mars – ab und zu – oder einen Energy drink…aber wenn du nicht mehr ohne sie willst oder kannst, weil du sie brauchst…dann sollte man sich fragen, wer denn hier der „Chef“ ist. Ich oder die Dose/Flasche/Riegel/Packung oder die Industrie/Nestle/Unilever….

Ich für mich weiß, ich möchte MEIN Chef sein. Das weiß ich spätestens seit meiner Cola light-Vergangenheit…man lernt ja nie aus..

Zurück zum Essen: Wer seine Aufmerksamkeit nur dem Essen widmet, wird vermehrt davon konsumieren. Wer vielleicht von Kindheit an mit Zucker belohnt wurde, wird sich auch als Erwachsener mit Zucker beruhigen oder wer gelernt hat, Frust mit Essen zu kompensieren, wird dies immer tun. Oft unbewusst. Dies alles sind antrainierte Muster, die man durchschauen und in weiterer Folge auflösen kann. Auch die Langeweile oder die Einsamkeit sind Themen, wo viele Menschen Unmengen an Essen(Chips, etc…) verschlingen um Emotionen zu füttern. Wer beispielsweise immer aufessen musste, der kennt seinen natürlichen Hungerstopp nicht mehr…etc…dieses natürliche Verhalten würde leider verlernt, denn es wäre angeboren.

Belohnen mit Essen– diesem Thema werden wir auch einen eigenen Blogartikel widmen. Bei all diesen vorher genannten Themen kommt das mentale Training zum Einsatz. Mentale Fitness sorgt für Willensstärke und ein zielorientiertes Denken sowie einen starken Körper und Geist! Dazu bald mehr.

Aber nun zurück zu den Kohlenhydraten:

Kohlenhydrate sind die quantitativ wichtigste Energiequelle für den Menschen. Die DGE(Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt, dass 50 % der täglichen Energiezufuhr aus Kohlenhydraten bestehen soll.

Nach heutigem Wissen sollen vorzugsweise komplexe Kohlenhydrate durch stärkehaltige und ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Getreide, Getreideerzeugnisse, möglichst aus Vollkorn, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Kartoffeln aufgenommen werden. Diese Lebensmittel besitzen zudem durch ihr großes Volumen einen hohen Sättigungswert und enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe.

Man unterscheidet einfache (Zucker, Schokolade, Honig, Kuchen, Kekse, Süßigkeiten,…) und komplexe Kohlenhydrate(Haferflocken, Vollkorn, brauner Reis, Getreide, Beeren).

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10 Facts über K O H L E N H Y D R A T E

  • Kohlenhydrate bestehen immer aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff.
  • Sie werden in Zuckermoleküle zerlegt.
  • Je mehr Zuckermoleküle aneinandergereiht sind, desto hochwertiger, komplexer ist das Kohlenhydrat.
  • Komplexe Kohlenhydrate werden langsam aufgespaltet. Dies bewirkt, dass der Zuckerspiegel nicht verrücktspielt, und man sich schnell wieder hungrig fühlt und nach mehr verlangt.
  • Je hochwertiger/komplexer Kohlenhydrate sind, desto gesünder für den Körper.
  • Kohlenhydrate spielen bei der Aufrechterhaltung des hormonellen Gleichgewichts eine wesentliche Rolle.
  • Der Vorteil von Kohlenhydraten gegenüber anderen Energielieferanten (Fett oder Eiweiß) ist, dass sie schnell abgebaut und verwertet werden können.
  • Dein Gehirn braucht Kohlenhydrate für Konzentration und Leistung. Die DGFE hat diesen Wert mit 100 g / Tag, entsprechen 400 Kalorien festgelegt.
  • Kurzfristige Reduktion des Kohlenhydratverzehrs unterstützt das Purzeln von unerwünschten Kilos. Achtung aber vor zu langen Intervallen!

Ein Mangel an Kohlenhydraten führt zu:

  • Müdigkeit
  • Muskelkrämpfen
  • Schlechte physische Funktionen
  • Konzentrationsverlust
  • In schweren langwierigen Fällen kann ein Verzicht an Kohlenhydraten und der damit verbundene Mehrkonsum an Eiweiß zu Nierenerkrankungen führen.

Zum Abschluss – hier noch eine wahre Geschichte aus dem Leben:

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Bananenphobie – und meine Liebeserklärung an die gelbe Wunderfrucht!

Eine liebe Bekannte wollte immer nur eines – vor allem dünn sein. Aber auch gesund, das war ihr wichtig. Um ihr Gewicht zu halten, wählte sie eine Ernährungsform, die für sie passte. Sie verweigert essentielle und wertvolle Lebensmittel vehement und nennt sie gar böse, alle. Brot, Getreide, Obst sowieso. Vor allem aber eines im Besonderen. Die Banane. Sie hatte eine wahre Bananenphobie. Manchmal brachte ich ihr als Versöhnungsangebot mit der Frucht die süßen Minibananen mit, um ihr das Obst wieder schmackhaft zu machen. Denn gerade die Banane ist so wertvoll. Leider konnte sie immer widerstehen. Schlank sein war wichtiger als die Liebe zur Banane zuzulassen.

Auf ihrem Speiseplan stand fast nur Eiweiß, von Low Carb konnte da gar nicht mehr die Rede sein. Warum sie keine Kraft für Sport hatte oder Lust auf Freizeitaktivitäten fernab ihres Jobs, konnte sie sich nicht erklären…Ihre Müdigkeitsanfälle und täglichen Leistungstiefs ebenso nicht. Sie redete von Hormonschwankungen und ihrer genetischen Veranlagung (weil ihre Mutter und Schwester auch immer müde sind). Obwohl sie wenig aß, nahm sie kein Gramm ab. Sie wurde mit der Zeit zu einem bemitleidenswerter Jammerlappen. Das zeichnete sich auch schon in ihrem Gesicht ab.

Erst beim letzten Blutbefund wurden ihr die Augen geöffnet. Hatte die 1 Meter 70 große Frau einen Cholesterinwert von über 250. Und das war nicht der einzige Wert, der von der Norm abwich. Der Schock saß tief.

Eine Ernährungsumstellung brachte die junge Frau wieder in Balance. Was dank professioneller Ernährungs-Begleitung auch gelang. Bananen, die isst sie aber immer leider immer noch nicht.

Das einzige was zählt ist Ausgewogenheit!!!

Übrigens. Wir von gsundpudeln, also Marion und ich, lieben Bananen. Sie dienen beispielsweise als Basis für viele leckeren Rezepte, wie Mousse au chocolate, gesunde Pancakes oder Muffins.

Am Donnerstag im Blog nennt Marion Budovnisky Kohlenhydrate beim Namen. Was sind denn nun gute und was sind „böse“ Kohlenhydrate?  Ist ein Leben in Askese notwendig um gesund zu bleiben? Sicher nicht. Was ist das Geheimnis? Alles dazu am Donnerstag hier im Blog. Und morgen gibt’s ein leckeres Rezept!

Wie steht es bei euch mit dem Thema? Seid ihr Genießer? Braucht ihr dazu Zucker? Wie sieht eure Ernährungsform aus? Habt ihr Fragen? Wir freuen uns riesig über eure Kommentare.

Danke für Reinlesen – Dicker Schmatzumarmer und sei lieb zu dir, deine Conny Dürnberger.