Muskeln sind immer in der „Pubertät“

 

Gsundpudeln ruft die Eiweißwoche aus

Hallo liebe Community, gsundpudeln ruft die Eiweißwoche aus. Proteine stehen diese Woche bei uns im Mittelpunkt. Während Marion Budovinsky am Donnerstag den Ernährungsaspekt beleuchtet, habe ich, Conny Dürnberger die Muskulatur in den Fokus gestellt.

Denn: Eiweiß ist der wichtigste Baustein unserer Muskeln.

Dazu passt folgende Aussage sehr gut. Eine junge Frau, trainingseifrig und gebildet(sogar eine Frau Doktor-was auch immer das heißen soll), sagte doch glatt vollster Überzeugung: dass man ab 40 keine Muskulatur mehr aufbauen kann. Nur mehr die bestehende erhalten.

Eines vorweg. Stimmt schlichtweg nicht. Muskulatur kann man immer aufbauen oder erhalten. Natürlich gilt das auch für den Abbau, wer nichts tut nimmt ab den Zwanzigern sukzessive an Muskulatur ab.

Muskeln in der Pubertät?

Regenerationswunder Mensch. Viele Strukturen im Körper erneuern sich mittels Zellteilung. Die Haut als größtes Organ alle 7 Jahre, schneller ist da der Darm. Die Darmzellen erneuern sich alle 2 Tage. Muskelzellen im Schnitt alle 15 Jahre. Das bedeutet in Bezug auf das tatsächliche Alter eine wichtige Erkenntnis: Muskelzellen sind nie so alt wie der gesamte Körper!! Man könnte sagen: Muskeln sind immer in der „Pubertät“ und deshalb immer trainierbar.

Tiefe Muskulatur-was ist das?

Entscheidend dabei ist, das richtige und regelmäßige Training. Ganz wichtig und oft vergessen ist die tiefe Muskulatur. Diese ist nicht ganz so einfach zu trainieren und wird oft vernachlässigt, hat aber eine wesentliche Bedeutung. Sie stützt den Köper und stabilisiert beispielsweise Gelenke. Ist die Tiefenmuskulatur gut trainiert, kommt es seltener zu Alltagsverletzungen. Die Haltung bleibt bis ins hohe Alter aufrecht und der Mensch ist stabiler. Selbst Bodybuilder leiden oft an Rücken- oder Knieschmerzen, weil sie auf die wichtige Tiefenmuskulatur vergessen. Denn diese kann nicht willentlich trainiert werden. Das heißt er ist nicht direkt ansteuerbar, wie beispielsweise der Bizeps. Um die tiefe Muskulatur anzusprechen sind Haltungsübungen und Balanceübungen nötig, die im Endeffekt beide, die oberflächliche und tiefe Muskulatur ansprechen. 2 Fliegen mit einer Klappe. Soweit so gut.

Wer nicht trainiert verliert.

 Übrigens – die wenig bis nicht trainierte tiefe Muskulatur kann verkümmern, wenn sie lange Zeit „nichts zu tun hat“. Diese wandelt sich in Bindegewebe um, was zu Folge hat, dass der Stützapparat immer schwächer und instabiler wird. Ein muskulöser Mensch mit Rückenschmerzen hat vermutlich auf die tiefe Muskulatur vergessen oder ein vermeintlich trainierter aber inkontinenter Mensch, auf die Beckenbodenmuskulatur, die ja nun wirklich gemein zum Trainieren ist (aber vor allem nach einer  Schwangerschaft einfach nötig war und immer noch ist).

Die Vorteile von Muskeln:

  • Faustregel: Je mehr Muskeln man hat, desto mehr Fett kann man verbrennen!
  • Muskeltraining hat einen Anti Aging Effekt
  • Muskeln sorgen für straffes Gewebe, dieses ist attraktiver
  • Muskeln richtig trainiert verhindern Schmerzen
  • Durch Muskeln wird der Körper widerstandsfähiger
  • Unterstützen die alltäglichen Erledigungen, wie Kisten schleppen und Kinder tragen
  • Sie stärken das Skelett und den gesamten Bewegungsapparat
  • Sie schützen vor Verletzungen
  • Muskeln stärken das Selbstbewusstsein
  • Das Durchsetzungsvermögen steigt, durch die regelmäßige Konfrontation mit dem eigenen Schweinehund

Und: Sie schauen besser aus als Fett 😉

Ad 1) Muskeln sind die Fettverbrenner Nummer 1, denn Muskeln machen schlank – ja genau richtig gelesen. Nur wer Muskeln aufbaut, kann auch dauerhaft Fett verlieren. Der Grund: Je mehr Muskelmasse du besitzt desto mehr Energieverbrauch hat dein Körper: Der Muskel ist sozusagen immer bereit – dieser Tonus des Muskels verbraucht mehr Energie als ein schlaffer Fettpolster. Dadurch steigt der Energieumsatz.

Durch richtige Ernährung, Ausdauer-  und Krafttraining kann man schön gestrafft ins Alter marschieren.

Übrigens: Sind die Muskeln einmal in die gewünschte Form gebracht, reicht es völlig aus einmal in der Woche Krafttraining zu machen, um diese zu erhalten. In der Aufbauphase sollte je nach Ziel zwei bis dreimal die Woche trainiert werden. Zusätzliches Ausdauer- und Intervalltraining steigern die Kondition und regen die Fettverbrennung an. Mit dem richtigen Training werden im sogenannten Nachbrenneffekt, je nach Intensität bis zu einem Tag lang (nach einem Marathon beispielsweise), die Fettdepots schmelzen.

Wiiiiiieeee soll ich das nur schaffen? Denkst du dir nun vielleicht? Das klingt nach einem Mega Sportprogramm. Je nach Zielvorstellung ist das individuell planbar und wie gesagt, ist das Ziel erst einmal erreicht, kann mit einem Erhaltungsprogramm weiter gearbeitet werden.

Wer einmal fit ist, der will den Zustand sowieso nicht mehr hergeben.

Ich brauche das alles nicht denkt ihr nun vielleicht, ich schau eh gut aus. Aber: Die Natur hat vorgesehen, dass bereits ab dem zarten Alter von etwa 25 der Körper auf Muskelabbau umstellt. ES trifft also früher oder später JEDEN. Übrigens: 656 verschiedene Muskeln hat ein Mensch, davon zum Beispiel allein ca. 50 im Gesicht.

Aber:  soviel Zeit hab ich doch nicht?!

 Was sich wie ein mega Sportprogramm anhört, kann auch ganz easy in den Alltag integriert werden – sogar (sorry liebes Studio) ganz ohne Fitnessstudios. Mit den richtigen Inputs und den individuellen Programmen kann schon eine Viertel Stunde Training ausreichen, natürlich abhängig davon was ich denn erreichen will.

Muscle memory effect

Wenn es mal stressiger ist und man nicht so viel Zeit hat ist es immer möglich den momentanen Zustand zu erhalten, mit einer Kraft-Trainingseinheit pro Woche. Nach etwa 8 – 10 Tagen auf der faulen Haut beginnt der Muskel sich abzubauen. Der Muskelzellkern, mit wichtigen Informationen zum Leistungsvermögen des Muskels, bleibt aber erhalten und kann wieder reaktiviert werden. Wenn nach einer Pause wieder trainiert wird, geht das wesentlich schneller als bei einem untrainierten Muskel. Wer gerade begonnen hat zu trainieren, ist nach einer zweiwöchigen Pause aber wieder bei der Ausgangssituation. Wer schon länger trainiert und mal pausiert, profitiert schon von dem muscle memory effect.

Ihr seht – Muskeln brauchen unseren regemäßigen Input. Sei es durch Sport, durch Krafttraining oder liebgewonnene Bewegungshobbys.

Wir von gsundpudeln werden euch kurze aber effektive und vor allem alltagstaugliche Trainingsprogramme zeigen, wo nicht unbedingt der Gang ins Fitnessstudio zwingend notwendig ist. Setze dir ein Ziel und los geht’s. Dieses könnte sein: Nie wieder Rückenschmerzen, oder beispielsweise stabiler/stärker im Alltag.

Fit sein ist aber mehr als nur Krafttraining

Wir werden in einem der nächsten Blogartikel auch die Ausdauer genauer beleuchten, die ja auch wichtig ist, um gesund  und fit zu bleiben.

Solltest du noch keine Begeisterung für eine Bewegungsart gefunden haben, dann probiere dich aus. Sei offen für neues und profitiere von den magischen Auswirkungen eines regelmässigen Trainings.

In unseren geplanten Retreats/Workshops oder Seminaren werden wir mit euch unter anderem eure individuellen sportlichen Bewegungsstrukturen erarbeiten.

„gsundpudeln“ heißt aber mehr als Bewegung, dazu mehr in unseren Blogbeiträgen.

Wie das Auto den richtigen Treibstoff braucht um ordentlich zu funktionieren – so braucht auch der Muskel die richtige Ernährung. Dabei spielt das Eiweißthema eine entscheidende Rolle. Marion Budovinsky beleuchtet den Ernährungsaspekt – alles dazu lest ihr am Donnerstag im gsundpudeln Blog.

Und nun gebe ich den Ball weiter an euch – Wie fit seid ihr? Wie gern bewegt ihr euch? Was macht ihr für den Muskelaufbau?

Wir freuen uns riesig über eure Kommentare!

Von mir gibt’s nun wieder meinen dicken Schmatzumarmer unter dem Motto – sei lieb zu dir. Deine Conny Dürnberger.

Training, Muskeln, Bewegung, Gesundheit

Training gehört zu meinem Alltag. Krafttraining und Ausdauersport, Yoga und Zumba stehen auf meinem Sportplan.